Archive for the ‘6-West468’ Category

Umzug

Freitag, 2006-Oktober-27

Ein Umzug eröffnet fürs Geocaching ganz neue Perspektiven: Man kommt in eine Region, die man sich cachetechnisch ganz neu erschließen kann, das bedeutet je nach Angebot/Cachedichte: viel zu sehen, viel zu cachen, viel zu loggen. 😉
Und vielleicht auch eine gute Gelegenheit, das eigene Cacheverhalten zu ändern: statt jeden Cache in Reichweite so schnell wie möglich anzugehen gezielt die Perlen herauspicken?

Mal sehen, wie es mir ergeht. Mich hat es von Münster nun nach München verschlagen. Wahrscheinlich hat sich schon der eine oder andere gewundert, warum es von mir so lange nichts zu lesen gab. In den letzten Wochen musste ich viel zu lange auf den Internetanschluss warten, aber seit heute bin ich wieder richtig online (blöderweise das heutige Event in M natürlich verpasst), so dass es hier nun endlich weitergehen kann. Die unfreiwillige Internetabstinenz hatte aber auch ihr Gutes: So konnte ich schon mal ohne Geocaching eine Reihe von Sehenswürdigkeiten ansteuern, natürlich mit offenen Augen, ob sich nicht auch mal ungeplant ein Cache finden ließe. 😉 Das hat allerdings nicht geklappt…

Nun muss ich erstmal schauen, was sich in den letzten gut drei Wochen (eine verdammt lange Zeit) in der Cacherszene alles ereignet hat; also Foren lesen, Mails beantworten, Couch-Potato- und Linkliste pflegen… Wie ich gesehen habe, gab es bei OC laut Startseite wieder ein paar kleine Updates (siehe dazu Geoclub), und inzwischen hat die Zahl der aktiven Caches bei OC (jetzt über 9000) die Gesamtzahl der Caches bei NC (noch unter 9000) übertroffen…

Ich hoffe, es bleibt mir in Zukunft noch genug Zeit, um das Blog hier sinnvoll weiterführen zu können. Und natürlich auch, um bald wieder voll ins Cachen einzusteigen – nach Wochen ohne Cachefund wird man ja ganz hibbelig… :mrgreen:

Advertisements

Die Grenze zwischen Spaß und Gras, Lust und Frust

Freitag, 2006-August-4

Höchste Zeit, dass ich hier mal wieder einen richtigen Artikel und nicht nur Kommentare schreibe (auch wenn ich erfreut feststelle, dass es nicht nur die brandaktuellen Beiträge sind, die hier Interesse und Leser finden), sonst wachsen mir nicht nur die Caches, sondern auch die zu behandelnden Themen und Einfälle über den Kopf. Nachdem ich die Tage ja schon einige geplante Themen angekündigt hatte, ist dieser aber zunächst aus der „Ich-weiß-noch-nicht-was-aus-dieser-Idee-werden-soll“-Sparte.
Caches, die einem über den Kopf wachsen – das ist das Stichwort für diesen Artikel. Der war auch schon längst fällig.
(Hinweis, falls nötig: Dieser Artikel beinhaltet Ironie.)

Im Moment habe ich mal wieder so etwas wie eine „Formschwäche“ beim Cachen. Ich habe das anscheinend öfter mal. Kommt mir wenigstens so vor. Oder eine „Käsching-Krise“… (Jaja, ich stehe auf Alliterationen, wie schon bei dem Artikel, als es um Kulinarisches und Kalorien ging, but I digress…) Ja, wo gibts denn sowas?! 😯
Kennt Ihr das? Es hat natürlich auch mit Murphys Gesetzmäßigkeiten zu tun. Da bist Du gerade abwesend, und schon sprießen die neuen Caches wie die Pilze aus dem Boden. Kaum, dass Du zu Hause bist, setzt Du alles dran, die neuen möglichst schnell „abzuarbeiten“, damit Du keine Altlasten mehr hast, wenn wiederum neue Caches kommen (und Du Dich dann auch mal wieder darauf konzentrieren kannst, FTF 😈 zu sein und weiter entfernte Caches anzugehen). Doch was passiert?
Ausgerechnet jetzt bekommen Deine Bemühungen empfindliche Dämpfer verpasst. Da legt man gleich mehrere DNFs hintereinander hin, man muss wegen einer Horde Muggels unverrichteter Dinge das Feld räumen, auch mehrfach, das Wetter ist einem auch nicht gewogen… Und während man sich mühsam einen Cache nach dem anderen vornimmt, geht die Auslegewelle munter weiter, und man kommt nicht zu Ruhe. Da könnte man doch echt schon mal vor lauter Frust ins Gras beißen (wörtlich, nicht übertragen gemeint)! Es ist, als wollte der Cachergott einen zu der Einsicht zwingen, dass das Hobby nur als Freizeitbeschäftigung zur Erholung (mit der Einstellung findet man dann plötzlich auch wieder die vorher nicht gefundenen Caches) gedacht ist und auch nur so betrieben werden soll. Jaaa, verdammt, das klingt ja auch vernünftig, aber warum soll man das nicht auch ein bisschen ehrgeiziger und sportlicher angehen dürfen?!
(Ernst gemeinter Kommentar: Ein Ausdruck wie „Caches abarbeiten“ klingt eigentlich danach, dass man etwas falsch macht.)
So ungefähr geschehen in den letzten Wochen in Münster. Beteiligter Geocacher: ein gewisser West“Ich hab‘ keinen Empfang“468

Es begann alles harmlos in Nürnberg, als ich mir an Adlerhorst Zentral die Zähne ausbiss und ein wenig Pech mit Muggels hatte. Na gut, kein Problem, ein DNF ist fast keiner, und ich war ja eh schlecht vorbereitet und erwartete gar nicht, alle angegangenen Caches auch zu finden.
Dann zurück in Münster versuchte ich zwei Caches, die quasi vor meiner Haustür lagen, noch mal eben vorm Zubettgehen zu heben… Hat auch geklappt. Nur nicht mit dem „mal eben“… Den Mittelpunkt des Münsterlandes, unweit des 52. Breitengrades, hatte ich ja auch mal vercachen wollen (Murphy, sagte ich doch). Den dann schnell gefunden, doch beim Bonus-Cache war der Wurm drin. Nach über einer Stunde Suchen, es war inzwischen weit nach Mitternacht, frustriert aufgegeben. Zu Hause im Netz gleich einen neuen, Teil einer Serie (!), entdeckt. Nach dem Frust noch ein FTF, das wärs, dann könnte ich gut schlafen. Außerdem wäre das eh kein Cache für tagsüber, auf dem Unigelände. Was solls, es war sowieso schon viel zu spät, also wieder aufs Rad geschwungen und die ca. 8 km in die Stadt geradelt. Ihr wisst schon, wie es weitergeht, stimmts? Jawoll, noch ein DNF, beim „Study Garden“, nachts um 3:15. Immerhin: ich hatte die rettende Idee für den Bonus-Cache, so dass ich den auf dem Weg nach Hause noch erfolgreich um… äh 03:42 Uhr 😳 abschließen konnte.
Den nächsten Cache der Serie, „sanctuarium“, am nächsten Tag habe ich erstmal ignoriert (übrigens auch eine Location, die zu vercachen mir vorschwebte, und nicht nur mir). Bei Caches von dem Owner hatte ich bisher immer (mindestens) einen zweiten Versuch gebraucht (von einem Webcam-Cache abgesehen) und FTF-Versuche vermasselt. Wieder einen Tag später der dritte der Serie. Eigentlich hatte ich ja keine Zeit, aber ich war auf dem Weg zum Bahnhof, und da kann man ja einfach ein paar Stationen eher aus dem Bus aussteigen, den Cache schnell machen, und dann den nächsten Bus nehmen oder zu Fuß zum Bahnhof gehen… Guter Plan! Schlechte Ausführung. DNF beim Toleranz durch Dialog (Eduardo Chillida sagt dem einen oder anderen von Euch vielleicht etwas ;-)) und verschwitzt zu Fuß zum HBF gehechelt… Tags darauf, sonntags, wurde in meiner Abwesenheit ein weiterer neuer Cache, „Lummerland“, veröffentlicht.

Bei all den offenen Baustellen habe ich mich am Montag nach meiner ersten Doppel-EK-Spende (ist vielleicht auch nicht das Schlaueste, nach dem Blutspenden auf Fahrradcachetour zu gehen…) dann daran gemacht, zum großen Gegenschlag auszuholen und habe nacheinander, ganz in Ruhe, vier „Nicht-DNFs“ nacheinander geschafft: Skulptur Projekte 97: sanctuarium, Skulptur Projekte 87: Toleranz durch Dialog, Lummerland (der hatte die massivste Übertarnung, die ich je gesehen habe – gut für mich :D) und auch noch Skulptur Projekte 87: Study Garden.
Am Mittwoch wurde „El Bartos No.2“ und am Donnerstag, gestern, „ABC“ veröffentlicht. Also gestern versucht, noch die „Altlast“ Alte Fahrt (KÜ) und anschließend El Bartos 2 zu finden. Teil 1 hat geklappt, bei Teil 2 mussten zwei Telefonjoker her, und am Ende machten Muggels der Fortsetzung der Suche einen Strich durch die Rechnung.

So, jetzt wisst Ihr Bescheid, was für ein Albtraum Geocaching sein kann! Damit hier auch mal die andere Seite von unserem ach-so-schönen Hobby dargestellt wird. An die Neulinge: Überlegt es Euch gut, bevor Ihr damit anfangt und eine Sucht riskiert. 😈

Damit Ihr mich nicht falsch versteht (</Ironiemodus_aus>): Ich habe mich ja teilweise schon ganz schön in meinen hier verlinkten Logs ausgetobt. Der dort abgelassene Frust war durchaus echt, aber ich schreibe solche Einträge auch mit Spaß und einem inneren Grinsen über mich selbst. (Freue mich schon darauf, all diese Logs in ein paar Wochen mal im Zusammenhang zu lesen, wenn die Eindrücke nicht mehr so frisch sind…) Es ist wirklich nicht so, dass ich nach einem DNF nicht mehr ruhig schlafen könnte. Aber wenn man solche Negativserien hinlegt, ist das manchmal ein guter Zeitpunkt, um cachetechnisch einen Gang zurückzuschalten und etwas relaxter ein anderes Mal erneut an die Sache heranzugehen. Auch wenn ich mal so etwas schreibe wie dass ich mir ein neues Hobby suchen müsste, ernsthaft den Gedanken in Betracht gezogen, Geocaching aufzugeben, habe ich noch nie. Auch die Frusterlebnisse rauben mir nicht den Spaß an der Sache.
Außerdem möchte ich all jenen Mut machen, die bei den ganzen Schablonenlogs („Schnell gefunden“) denken, sie wären die einzigen, die sich mal dusselig anstellen oder Caches nicht auf Anhieb finden. Glaubts mir, auch die Schablonenlogger haben ihre schwachen Tage, schreiben nur nicht drüber. 😉 Und schlussendlich hoffe ich doch, dass es wenigstens Euch amüsiert zu lesen, wenn ich nichts zu lachen hatte. 😀
Außerdem sind DNFs etwas ganz Normales und gehören essentiell zum Geocaching hinzu. Wäre wie gesagt doch langweilig, wenn man immer eine Finde-Garantie hätte.

So, ich werd‘ dann mal „El Bartos 2“ und „ABC“ angehen, in der Hoffnung, damit alle neuen Caches aus meiner Nearest-ToDo-Liste gestrichen zu bekommen… 😀

» weiterlesen »

Cachen mit Minimalstvorbereitung

Dienstag, 2006-Juli-25

Bevor ich nun meine jüngsten Cachefunde logge, nach neuen Caches in meiner „Home Zone“ schaue (und da gibt es ein paar, wie man mir während meiner Abwesenheit bereits zugetragen hat), Mails und Foren lese, um zu gucken, was sich so alles in den letzten Tagen getan hat in der Geocaching-Szene, …, will ich Euch ein paar Eindrücke meines ereignisreichen erweiterten letzten Wochenendes schreiben.
(Endlich mal wieder was für die West468-Kategorie! ;-))

[Der folgende Absatzblock ist „off-topic“. ;-)] Ich war nämlich in Nürnberg und habe erstmalig ein Rennwochenende live an der Strecke erlebt, als die DTM am Norisring gastierte. Ganz tolle Sache, kann ich jedem eingefleischten und weniger eingefleischten Motorsportfan nur empfehlen.
Zu vergleichsweise zivilen Preisen bekommt man eine ganze Menge geboten: Eine Wochenendkarte für € 40 (mit freier Tribünenwahl am Freitag) ist nicht teuer, wenn man dafür die Gelegenheit hat, jede Menge Rennwagen aus nächster Nähe sehen zu können, man die Strecke aus den unterschiedlichsten Perspektiven einsehen und durchs Fahrerlager und die Boxengassen spazieren kann (Samstag und Sonntag) und auch die/den eine(n) oder andere(n) Fahrer(in) zu Gesicht bekommt. Autogrammjäger kommen hier auf ihre Kosten. An einem Formel-Eins-Wochenende wäre so eine Fan-Nähe wohl völlig unbedenkbar. Auch das Rahmenprogramm mit weiteren interessanten Rennserien (Formel 3, Formel BMW, Porsche Carrera Cup, Seat Leon Supercopa, …) und diversen Zusatzveranstaltungen konnte sich sehen lassen!
Und, mit Verlaub, auch wenn man seinen empfindlichen Gehörgängen sonst vielleicht lieber Beethoven zuführt: der Motoren-Sound ist einfach geil! :mrgreen: (Im Ggs. zu den Rennserien des Rahmenprogramms waren Ohrstöpsel bei der DTM schon sehr empfehlenswert.) In dieser Kategorie geht der Sieg für mich eindeutig an Audi, auch wenn auf der Strecke die Mercedes deutlich vorn lagen…

Als eingefleischter Geocacher kann man natürlich nicht in irgendeine Gegend fahren, ohne dort seinen Stempel (oder Aufkleber bzw. Signatur) in einigen Logbüchern hinterlassen zu haben. Wenn man allerdings seine Reisevorbereitungen erst morgens um halb zwei abschließt, um fünf Uhr aufstehen muss, um um kurz vor sechs Uhr den Bus zum Bahnhof zu kriegen, und noch keine Cache-Koordinaten ausgedruckt oder im GPS-Gerät hat, ja dann… wird es Zeit für eine „Notfall-Vorbereitung“. Schließlich kann man ja aufs Cachen nicht verzichten. 😀

» weiterlesen »

Begegnungen: Polizei, Förster, Jäger, Muggels…

Dienstag, 2006-März-14

Seit letztem Jahr hat die Wahrscheinlichkeit, andere Geocacher bei der Suche nach einem Cache zu treffen, merklich zugenommen. (Je neuer ein Cache ist, desto besser die Chancen.) Mittlerweile hatte ich doch schon eine ganze Reihe solch zufälliger Begegnungen, die ich immer wieder interessant fand. Als Geocacher hat man sich ja eigentlich immer etwas zu erzählen über das Erlebte. 😉

Nur in wenigen Fällen hatte ich es mit Muggels zu tun, die mich argwöhnisch beäugten ob meines Treibens. In Foren wird ja gern diskutiert, wie man sich korrekt verhält in solchen Fällen: den unwissenden Opfern eine abstruse Geschichte auftischen („Mit diesem Gerät messe ich hier die radioaktive Strahlung“) oder einfach sagen, was man macht.
Ich habe es bisher eigentlich immer so gehalten, dass ich bei der Wahrheit geblieben bin, ohne allzusehr ins Detail zu gehen. Meiner Erfahrung nach sind die meisten zufrieden, wenn man etwas von „Internet-Spiel/-Rätsel“ erzählt.
Ich denke, so gibt man den Leuten die Chance, sich bei Interesse im Netz zu informieren ohne zu riskieren, dass diese den Cache in der Nähe demolieren, wenn man abgezogen ist.

Schwierigkeiten mit der Polizei, Förstern oder Mitgliedern der „Tiermörderfraktion“ hatte ich bisher gottlob noch nicht. Das Gute ist, dass die Polizei in Münster über Geocacher Bescheid weiß, da sie selbst einen Cache (zufällig, nehme ich an, obwohl der sehr gut versteckt ist) gehoben und geloggt hat: „Wissen macht Aa“. Hier ein Foto vom Logbucheintrag der Kripo, den der darauffolgende Finder dokumentierte. 😀
Auch unheimliche Begegnungen mit Tieren kann ich zum Glück nicht vermelden…

Besondere Travel Bugs

Donnerstag, 2006-März-2

Gefundene

  • Meal Bug
    Sammelt Rezepte; mein erster gefundener TB im 6. Cache
  • tux.black-cube.net
    Wartete über 1 Jahr in Griechenland auf seinen ersten Finder, inzwischen 3,5 Jahre unterwegs; mein bisher kleinster TB; will nach Kalifornien zu Linus Torvalds; konnte ihm entscheidend weiterhelfen, indem ich ihn zu meinem ersten Event mitnahm
  • DigiBug
    Reisender USB-Stick, der mit Daten gefüttert werden möchte
  • Luzi
    Für Katzenliebhaber: sammelt Fotos von (grau getigerten) Samtpfoten
  • Grüne Pappmedaille
    Trost für alle, die keinen Podestplatz bei einem Cache schaffen konnten. 😉 Ich habe es zufällig sogar in die Hall of Fame geschafft. 😀
  • Cacher-Verzeichnis
    Digitales Verzeichnis, in dem man sich verewigen kann
  • Diary
    Niedlich, nicht? 😉
  • Compass
    Möchte geographisch interessante Punkte besuchen; von mir aus den Überresten eines Caches gerettet
  • After Eight Bear
    Dieser kleine Bär interessiert sich für die Lieblings-Geocacher-Snacks seiner Finder. 😀
  • Bocciakugel
    Die „kleine“ Kugel möchte einmal um die große reisen.
  • International Coin Purse Travel Bug
    Befördert Münzen zum Tauschen
  • Red Jeep
    Red Jeep Die Jeep TBs werden auch immer größer und cooler! 😀

» weiterlesen »