Für Neulinge: Geocaching-Einstieg leicht gemacht

Wie wird man Geocacher?

Geocacher zu werden geht eigentlich ganz einfach und sehr schnell. Hat man einmal Gefallen an der S[a|u]che gefunden, und das kann schon nach dem ersten gefundenen Versteck der Fall sein, hört man nicht so schnell wieder auf damit. Oder wird regelrecht süchtig danach, Tupperdosen und andere Schätze im Wald und anderswo mit Hilfe des Global Positioning Systems aufzuspüren.😉
Du hast davon gehört oder gelesen und willst es jetzt unbedingt selbst ausprobieren? Dann weiterlesen.
Im Folgenden ein kleiner „Crash-Kurs“ dazu, was man wissen muss; mit einer Auswahl von Verweisen zu nützlichen Webseiten.
(Die mit » gekennzeichneten Links sind interne Verweise auf dem Blog.)
Tipp: Bevor Du den Links folgst, lies erst einmal den gesamten Text bis zum Ende.

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Geocaching? Was ist denn das genau? ‚Schatzsuche mit GPS‘ klingt ja super interessant!

❗ » Was ist Geocaching?

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Was brauche ich dafür? Und was kostet das?

❗ Im Prinzip braucht man nicht viel, um Geocaching betreiben zu können. Natürlich stellt sich zunächst die Frage nach einem GPS-Gerät: Welches Modell soll es sein, was darf es kosten, und wo kauft man? Braucht man ein Gerät mit Kartendarstellung? Auch ein ganz einfaches Gerät reicht für Geocaching.
Empfehlenswert ist, mal im Geoclub zu stöbern, dort gibt es Unterforen für die bekanntesten Hersteller Garmin und Magellan sowie für sonstige GPS-Geräte. Hier schreiben Geocacher über ihre Erfahrungen mit ihren Geräten und geben Tipps zu Bezugsquellen. Auch das Forum von GPS-Infos bietet ein Unterforum für GPS-Empfänger.
Ferner können solche Dinge wie Kartenmaterial, Kompass, Spiegel, Handy, Digitalkamera und Anderes, je nach Beschaffenheit und Anforderungen eines Caches, sehr hilfreich sein. Mit der Zeit wird man seine Ausrüstung in Folge der gemachten Erfahrungen erweitern. Ich habe mal zusammengestellt, was als Standardausrüstung gelten kann und was darüber hinaus geht (Überlegungen zum GPS-Gerät sind einbezogen): » (Standard-)Ausrüstung beim Cachen

In Bezug auf die Kosten sind zu nennen: die Anschaffungskosten für das GPS-Gerät und andere Ausrüstungsgegenstände. Ansonsten Transportkosten: Sprit fürs Fahrzeug oder ÖPNV-Tickets, sofern benötigt, und Online-Kosten. Schließlich benötigt man einiges an Zeit und Daten, um im Internet die Beschreibungen für Caches zu recherchieren und Webseiten-Einträge zu den eigenen Erlebnissen zu verfassen. (Auch manche Geocaches erfordern mehr oder weniger ausgiebige Internetrecherchen, bis man sich auf den Weg machen kann, um die Dose zu suchen.) Später vielleicht einige Euros für eigene Cachebehälter samt Inhalt.
Was man sich das Hobby kosten lässt, bestimmt man selber. Je nachdem, wie die eigenen Ansprüche sind und wie intensiv man das Ganze betreibt, kann es sowohl ein sehr billiges als auch ein sehr teures Hobby sein (teuer wird es zum Beispiel, wenn man Wert legt auf die neuesten Entwicklungen bei den Top-GPS-Geräten, oder wenn man Geocoins in größerem Stil sammelt – aber das wäre schon wieder ein Hobby für sich)…

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Was muss man denn wissen, damit man loslegen kann?

❗ Zunächst einmal sollte man ein GPS-Gerät zur Verfügung haben und wissen, wie man damit umgeht und es bedient. Das betrifft Fragen wie z. B.: ‚Wie muss man das Gerät halten, um den bestmöglichen Empfang zu bekommen? Wie kann ich das benötigte Kartendatum und Positionsformat einstellen? Wie speichere ich Wegpunkte?‘
Es kann sehr hilfreich sein, sich von einem anderen Geocacher einweisen zu lassen, der einem das Gerät zum Ausprobieren zur Verfügung stellt, so dass man erstmal testen kann, ob Geocaching ein neues Hobby für einen selbst werden kann. Hat man schon ein eigenes Gerät, ist natürlich auch das Studium des Handbuchs sinnvoll, um sich mit der grundlegenden Handhabung des Empfängers vertraut zu machen, sofern man daran noch nicht gewöhnt ist. (Häufig sind Handbücher auch im Netz zum Herunterladen als pdf-Datei verfügbar.)

Ein gewisses Grundverständnis zu Begriffen wie „Navigation“, „Koordinaten“, „Peilung“, „Kartendatum / Geodätisches Datum“, „Koordinatensystem / Koordinatengitter / Positionsformat“, … und deren englischen Entsprechungen sollte natürlich auch vorhanden sein. Das eignet man sich aber mit der Zeit schon an (wärmestens empfohlen: GPS-Infos); es gibt auch Caches, die den einen oder anderen Aspekt thematisieren. Für den Anfang reicht es zu wissen, wie man die Koordinaten von einer Cachebeschreibung in seinen Empfänger bekommt und wie man den gewünschten Ort auch tatsächlich mit einem GPS-Gerät, das Richtung und Entfernung zum Ziel anzeigt, erreicht. Das kann man schon mal online üben mit dem Geocache Simulator (englischsprachig – die auf diese Weise erzielten Funde – » „Couch Potatoes“ – kann man sogar als Cachefund loggen: Änglamarkendeutsche Beschreibung dazu).

Ansonsten gilt Learning-by-doing. Zunächst stellt sich die Frage, wie man herausfindet, wo man einen geeigneten Cache suchen kann:
» Wo Geocachebeschreibungen abrufen/einstellen?
Hat man sich bei GC angemeldet, kann man seine Home-Koordinaten im Profil eintragen, was die Suche nach Caches deutlich vereinfacht. Will man sich nicht gleich einen Account zulegen, kann man erstmal bei OC nach Cachebeschreibungen schauen. Das geht dort auch mit Hilfe von Ortsname oder Postleitzahl, wenn man seine eigenen Koordinaten noch nicht gemessen hat… Die Auswahl von Caches bei OC ist zwar geringer als bei GC, da nicht jeder Geocacher seine Caches bei mehreren Datenbanken listet, dürfte aber genügend lohnenswerte Ziele in der Umgebung zu Tage fördern.
Am besten nicht gleich mit einem besonders schwierigen Cache anfangen (auf die Wertungen für Schwierigkeit und Gelände in der Cachebeschreibung achten – » Erläuterung der Cachetypen). Ideal zum Auftakt wäre ein D 1 T 1 Traditional Cache der Größe Regular. » Mein erster Cachefund („Stadtwiese“) war zufällig genau ein solcher. Dann ist die Wahrscheinlichkeit für ein schnelles Erfolgserlebnis relativ groß. Kleinere Caches, vor allem Micros, sind weniger schön, da sie zum einen meist schwieriger zu finden sind und zum anderen kein Tauschmaterial enthalten und insofern das echte „Cache-Feeling“ für einen Neuling nur bedingt aufkommen lassen. Außerdem gilt natürlich: je schwieriger der Cache, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass man nicht fündig wird, was gerade dann, wenn man noch Anfänger ist, frustrierend ist.
Hat man sich eine attraktive Beschreibung eines Caches ausgesucht, diese gründlich gelesen und sich entsprechend vorbereitet (Ausdruck, Ausrüstung), kann es losgehen!

Nach dieser Vorbereitungsphase geht es zum Suchen und hoffentlich auch Finden!
Wichtig: lasse Dich dabei nicht von so genannten » „Muggels“ beobachten, vor allem nicht beim Bergen des Caches aus seinem Versteck und beim Zurücklegen. Manchmal muss man einfach Geduld haben, um unbeobachtet an einen Cache heranzukommen.
Im Logbuch des Caches trage Dich unter einem Pseudonym („Nickname“) ein (das Du am besten vorher schon für Dich per Registrierung auf GC reserviert hast), mit Datums- und Uhrzeitangabe. Vermerke auch, welche Gegenstände Du getauscht hast (tausche fair und gleichwertig, » mit geeigneten Gegenständen, und vermeide das so genannte » „downtrading“).
Möglicherweise findest Du einen » Travel Bug oder Geocoin oder ähnliche „Travellers“ im Cache. Solche Gegenstände darfst Du mitnehmen, aber nicht behalten. Das heißt, Du musst sie entweder in einen anderen Geocache legen oder einem anderen Geocacher übergeben. Die Bewegungen dieser Reisenden muss man auf GC loggen. Das ist aber nicht schwierig: siehe Anleitung für das Finden und Aussetzen von Reisenden.
Falls nötig (hoffentlich nicht!), den Cache von innen trocknen. Anschließend den Cache wieder gut verschließen (!) und genau da verstecken, wo Du ihn gefunden hast – es sei denn, der Cache lag sehr offen und unsicher, was in der Form vermutlich nicht gewollt war. Dann ist es ratsam, den Cache etwas besser zu tarnen als man ihn vorgefunden hat. Spuren möglichst verwischen.
Nach der Geocaching-Tour » logge Deinen Fund auf den relevanten Webseiten. Weise vor allem auf Probleme mit dem Cache hin, falls nötig, so dass der Besitzer etwas unternehmen kann (z. B. bei vollem Logbuch oder Feuchtigkeit im Behälter).

Weiterführende Lektüre:
Finding your first Geocache (GC)
Anleitung zum Finden eines Caches (GC.de)

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Welche Webseiten muss man kennen? Wo kann ich mich weiter informieren? Wo bekomme ich Hilfestellung?

❗ Hier also eine kurze und knappe Auflistung von Seiten, die man kennen sollte; früher oder später wird dann vielleicht auch meine umfassendere » Linksammlung interessant, die ich weiter ausbaue.

Für die Minimalisten würde es reichen, eine Seite zu kennen, bei der sie Cachebeschreibungen abrufen, ihre Funde loggen und vielleicht später selbst versteckte Geocaches veröffentlichen können.
Das wäre Geocaching.com (GC). Als zusätzliche Seite empfehle ich Opencaching.de (OC, OC.de – » OC: Die Stärken).

Als die zentrale Informationsseite für die deutschsprachige Geocaching-Community ist Geocaching.de (GC.de) zu nennen, die kürzlich » in neuem Design mit einem neuen Team an den Start ging. Besonders hilfreich sind die Geocaching-Karten für ganz Deutschland; für die Zukunft sind noch bessere Karten und sogar personalisierte Karten mit eigenen Funden geplant…

Kennen sollte man auch das CacheWiki, bei dem jeder Geocacher die Möglichkeit hat mitzumachen und Informationen beizutragen.

Im Zusammenhang mit den GPS-Geräten schon angesprochen: Foren. Hier kann man Informationen, Diskussionen, Umfragen, Antworten von gut informierten Geocachern lesen. Auch wenn der Ton in Foren manchmal ein wenig rau ist, so lernt man doch einiges über Geocaching und seine Community. Natürlich kann man sich auch selber anmelden und etwas beisteuern oder Hilfegesuche einstellen.
Bedenke aber: als Neuling in Foren wird einem umso lieber geholfen, desto mehr man sich bemüht hat, selber die gewünschten Informationen zu ermitteln. Also von den Suchfunktionen Gebrauch machen, bevor man selber etwas schreibt! Viele Themen sind schon häufiger behandelt worden. Man bekommt Antworten doch viel schneller, wenn man sie nur noch nachschlagen muss, als wenn man eine Frage stellt, zu der erst jemand eine Antwort verfassen muss. Wichtig: erst die FAQs (Frequently Asked Questions – das sind auch Frequently Answered Questions!) lesen. Diese zu ignorieren und einfach so eine Frage in ein Forum zu posten, stößt den alt eingesessenen Mitgliedern oft sauer auf. Entsprechend gering ist dann die Hilfsbereitschaft.
Das wichtigste Forum habe ich bereits genannt: www.geoclub.de. Hier kann man über alles zu Geocaching lesen und schreiben. Für viele verschiedene Aspekte gibt es eigene Unterforen. Hervorhebenswert ist, dass es auch regionale Unterforen für den Austausch der Cacher untereinander gibt. Auch eine Chat-Funktion ist integriert. Das so genannte „grüne Forum“ wird stark genutzt (derzeit über 3700 angemeldete Benutzer). Wenn man Geocaching ein wenig intensiver betreibt, lohnt es sich, das Forum zu verfolgen.
Das „blaue Forum“ hingegen, welches bei Groundspreak, der Firma hinter GC, angesiedelt ist, wird von deutschen Geocachern nicht besonders genutzt. Hier gibt es nur ein deutschsprachiges Unterforum: German Speaking.
Im Usenet gibt seit dem vergangenen Jahr die Gruppe de.rec.geocaching.

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Darf ich auch etwas verstecken?

❗ Natürlich. Jeder Geocacher kann suchen und verstecken.
ABER: Es wird aus gutem Grund empfohlen, dass man sich als Anfänger in der Geocaching-Szene erstmal eine Weile umgesehen und selbst eine Reihe von Caches gesucht haben sollte, bevor man sich ans Verstecken macht. Denn es gibt ein paar Dinge zu wissen und zu beachten, andernfalls kann auch Einiges » schief gehen.
Ein Geocache soll seinen Suchern Spaß machen, lange erhalten bleiben, wenig Wartung erfordern, nicht an unangemessenen oder gefährlichen Orten versteckt sein und keinen » Bombenalarm auslösen. Das Wissen, worauf es bei einem Cache ankommt, erwirbt man sich am besten durch selbst gemachte Erfahrungen. Also ist es sinnvoll, erstmal eine Reihe möglichst unterschiedlicher Geocaches von verschiedenen Besitzern gesucht und gefunden zu haben.
Wenn die Zeit zum Verstecken gekommen ist, empfehle ich die Lektüre von » Cachequalität: Was ist zu beachten beim Verstecken?

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Checkliste Grundwissen
Ich weiß,

  • [ ] auf welchen Webseiten ich » Geocaches gelistet finde,
  • [ ] dass Geocache-Koordinaten i. d. R. im Kartendatum WGS84 angegeben sind,
  • [ ] dass Geocache-Koordinaten i. d. R. im Format H D° MM.MMM‘ angegeben sind,
  • [ ] wie ich meinen Empfänger bediene,
  • [ ] was ich bei einem gefundenen Geocache machen soll:
    einen Logbucheintrag, evtl. » Sachen tauschen, Cache wieder ordentlich für den nächsten Finder verstecken, einen » Eintrag im Internet schreiben,
  • [ ] was ein » „Muggel“ ist
    (und dass ich mich nicht von ihm beobachten lassen sollte),
  • [ ] dass es hilfreich ist, erstmal einige Caches zu suchen, bevor ich selber einen » verstecke,
  • [ ] welche unterschiedlichen » Cachetypen es gibt,
  • [ ] welche Cachegrößen es gibt,
  • [ ] welche Behälter geeignet sind,
  • [ ] wie ich mit » TBs und Geocoins verfahren soll.

Alles zutreffend? Gut! Dann viel Spaß beim Geocachen!🙂
Und an die Experten: Habe ich etwas Wichtiges vergessen?

2 Antworten to “Für Neulinge: Geocaching-Einstieg leicht gemacht”

  1. clauss Says:

    wir sind eine schulklasse (kinder 9jahre) und möchten eine altersgerechte geocachingtour im raum taunus machen!!

    am liebsten mit dem start an der saalburg und dem ziel zur lochmühle!!!

    wie finden wir die koordinaten??

  2. Malte Says:

    Hallo,
    ich habe mich bei http://www.geocaching.com angemeldet einen Cach herausgesucht und habe ihn dann auch gefunden, aber wie sage ich http://www.geocaching.com das ich ihn gefunden habe und so in meine Statistik aufgenommen wird ?

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