Geocaching und der Kommerz…

Da wollte ich gerade mal ein paar Ideen für Themen fürs Blog notieren, da fällt mir auf, dass alle unter dasselbe Stichwort passen: Kommerzialisierung.

In de.rec.geocaching wurde in diesen Tagen mit Bezug auf die Marlboro GPS Challenge 2006, über die auch Polxs von den Cache-Test-Dummies berichtet hatte, gefragt, ob Geocaching inzwischen „im Mainstream angekommen“ sei.

Im grünen Forum stellt sich soeben (mit Umfrage) eine neue Plattform vor, auf deren Seite ich vor ein paar Tagen zufällig gelandet war:
GPS-Adventures.de, „Speed & Geocaching für die ganze Familie“.
Zu sehen gibt es dort im Prinzip noch nix (außer dem vollmundigen Satz, dass man alles vergessen solle, was man über Geocaching wisse), aber man kann sich jetzt für ein Forum registrieren, das im Großen und Ganzen an den Geoclub erinnert. Das Projekt will in ein paar Monaten an den Start gehen und verspricht tolle Funktionen und „Weltneuheiten“ (u. A. „Speedcaching“ – dabei geht es darum, besonders schnell vom Parkplatz bis zum Logbuch zu kommen – als ob das was Neues wäre), ist aber anscheinend im Wesentlichen Geocaching. Im Vordergrund steht „Player versus Player“ (PvP), darauf zielt auch die Umfrage ab. Dieser Wettkampfgedanke scheint im grünen Forum bisher nicht gut anzukommen… Weitere Details kann man dort im ersten Beitrag, welcher im Übrigen wenig ansprechend geschrieben ist, nachlesen.
Auch 4lagig-deluxe schreibt über die „Erlebnishelfer GmbH„. Ist das Ganze ein Fake oder nur ein zum Scheitern verurteiltes Projekt?

Der Klett-Verlag hatte vor ein paar Jahren selber ca. 50 Geocaches in Deutschland ausgelegt (siehe grünes Forum: www.alexander-geocaching.de); letztes Jahr schrieb ich den Verlag an und erfuhr, dass das Projekt eingestellt wurde – die Webseite ist nicht mehr erreichbar – und man die Dosen eingesammelt habe. Was aber anscheinend nicht ganz richtig ist, einige können wohl immer noch gesucht/gefunden werden – vielleicht habt Ihr ja eine in der Nähe und wollt mal nachschauen. Die Koordinaten, recherchiert mit der Internet-Archive: Wayback Machine, findet Ihr im grünen Forum: koblenzer hat eine Liste erstellt; manche Caches wurden auch adoptiert und bei GC eingestellt.

Auch die Deutsche Wanderjugend hat schon Geocaching ausprobiert und will ja nun in Bälde GC.de und OC übernehmen bzw. als deren Betreiber auftreten. Leider ist schon wieder fast ein Monat herumgegangen, ohne dass sich etwas Sichtbares getan hätte.

Außerdem gibt es natürlich noch Online-Shops wie Geocachingshop.de, Geocaching.nl Goodies Shop oder Cache Zone.

Eins ist allen Projekten gemeinsam: sie wollen vom Hype um Geocaching und seiner rasant steigenden Popularität im wahrsten Sinne des Wortes profit-ieren. Das ist wohl eine völlig normale Entwicklung. Was wohl noch alles kommt?

2 Antworten to “Geocaching und der Kommerz…”

  1. West468 Says:

    Geocaching-Prinzipien werden offenbar auch bei „Hustle the sluff“ ausgenutzt, eine Markting-Aktion, auf die Thomas von den Cache-Test-Dummies hinweist.

  2. ein neuer cache in herborn….gc1jk66 – netzsofa.net Says:

    […] wo wir aber gerade beim thema kommerzialisierung von geocaching sind, da könnte man hier weiterlesen…… […]

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