Cachegrößen

Wenn ich mir so anschaue, welche Caches ich in der letzten Zeit gehoben habe, fällt mir auf, dass Micros den größten Teil ausmachen. Small und Regular waren ungefähr gleich häufig, Large war nicht dabei.
Gleichzeitig stelle ich fest, dass ich in letzter Zeit wieder deutlich mehr Traditionals und weniger Multi-Caches (bzw. Offset-Caches) hatte (was ich an sich ja gar nicht schlecht finde, vgl. „Die Menge der doofen Offset-Caches…“).
Zu meinen Anfangszeiten im Geocaching hatte ich das Gefühl, dass es fast nur Regular Caches gab; auch so etwas, was man heute „Small“ nennen würde, kam kaum vor. Meinen ersten Micro fand ich in Schleswig-Holstein, weit weg von Zuhause…

Lässt sich da etwa ein Zusammenhang annehmen, dass Traditionals häufig als Micro auslegt werden, oder umgekehrt, dass Micros in der Regel Traditionals sind? Und haben wir es hier mit einem Wandel der „Mode“ beim Geocaching (zumindest in Bezug auf regionale Gepflogenheiten) zu tun? Werden jetzt lieber kleine(ere) Caches ausgelegt als früher? Theoretisch ist ja jede Kombination von Cachetyp (Traditional, Multi, Mystery, Letterbox-Hybrid) und Cachegröße (Micro, Small, Regular, Large) denkbar; aber mir scheint, dass nicht alle Kombinationen gleich häufig vorkommen. (Micro-Letter-Box-Hybride wird man allerdings kaum finden, da ja ein Stempel im Cache sein muss.)

Generell kann man zumindest sagen, dass kleine Caches schneller und einfacher zu verstecken sind; je größer sie sind, desto schwieriger wird es, ein geeignetes Versteck zu finden. Das erklärt auch, warum Large Caches ziemlich selten sind. Anscheinend sind viele Cacheleger faul: Ein Micro lässt sich fast überall irgendwo reinquetschen, der Cache ist schon vorbereitet in der Tasche und kann auf dem Hundespaziergang mal eben irgendwo ausgelegt werden. Und in der Beschreibung liest man dann wieder den Satz: „Schneller Cache für zwischendurch“. Ganz toll. Offenbar gibt es auch Leute, die Interesse daran haben, ihre Versteckt-Statistik zu pushen…🙄

Vielleicht steckt dahinter auch die Annahme: ‚Je kleiner der Cache, desto schwieriger ist er zu finden, also anspruchsvoller und somit besser.‘ Man kann das aber auch mal umgekehrt sehen: ‚Je größer der Cache, desto schwieriger ist es, ihn gekonnt zu verstecken, und je besser das gelingt, desto größer der Spaßfaktor für die Finder!‘

Im Prinzip ist mir die Cachegröße eigentlich ziemlich egal, da ich ja keinen großen Wort aufs Tauschen lege (das sehen aber viele Geocacher anders). Außerdem schreibe ich längere Logs lieber im Internet als im Logbuch, wenn man vor Ort nicht weiß, ob der nächste Muggel mit Vierbeiner schon im Anrücken ist. (Ein schönes Logbuch ist für mich allerdings immer ein Pluspunkt bei einem Cache. Knitterige Papierstreifen in Micros sind da meistens nicht so dolle, wobei man auch schöne Logbücher für Micros erstellen kann, s. u.!)
Trotzdem stelle ich auch bei mir in letzter Zeit eine gewisse Abneigung gegenüber Micros fest; irgendwie fehlt mir zur Zeit ein bisschen die Abwechslung und die richtige Mischung. Und auch ich finde es manchmal ganz spannend, den Cache auf interessante Gegenstände hin zu untersuchen, und manchmal kann man ja auch etwas Schönes tauschen.

Die Quintessenz des Ganzen (ich wiederhole mich): Sorgt für Abwechslung. Macht nicht alles nach. Gebt Euch Mühe beim Verstecken. Die Häufigung von „schnellen Caches für zwischendurch“ ist nicht besonders schön. Und: Nur die wenigsten Cacher wohnen so nahe an Eurem Quicky, dass es wirklich ein schneller Fund wird, den man mal eben nebenher machen kann. Viele ehrgeizigere Geocacher, zu denen ich mich auch zähle, nehmen durchaus längere Fahrten in Kauf, um den nächsten ungemachten Cache auf ihrer To-Do-Liste abzuarbeiten. Dafür wollen sie eigentlich mehr sehen, als einen Cache, der schnell und lieblos ausgelegt wurde. Ärgerlich ist auch, wenn in derselben Gegend alle paar Tage ein neuer „schneller“ Cache (d. h. schnell ausgelegter) kommt und man immer wieder in dasselbe Gebiet fährt.
Ich hoffe, ich kann demnächst auch mal ein paar mehr Large Caches heben. Früher oder später werde ich sicher auch etwas in der Richtung auslegen…

4 Antworten to “Cachegrößen”

  1. Svotti Says:

    Hallo Geocacher!

    Ich habe mir gerade alle Caches von der Seite 3 – 7 der Newest-Caches angesehen.
    Ich habe mir beim jedem einzelnen Cache die Größe ( Micro, Small, Regular, Large ) aufgeschrieben.
    Ergebnis ist folgendes:

    Micro – 24
    Small – 20
    Regular – 18
    Large – 0 (!)

    Es kommt nicht ganz auf 80 Caches ( 20 Caches pro Seite, Seiten = 4, 4*20 = 80 ), da manche auch Events waren und manche kamen irgendwie doppelt😉
    Keine Ahnung wieso, ist aber so!

    Fazit:

    Micro: ~ 38,8 %
    Small: ~ 32,2 %
    Regular: ~ 29,0 %
    Large: 00,0 %

    Man sieht also eindeutig, dass die kleineren Dosen immer populärer werden!
    Ich finde das nicht schön, denn eigentlich finde ich Micros nur sinnvoll, wenn es Kirchencaches o.Ä. sind!

    Ich werde mich jetzt auf jeden Fall bemühen, wenn ich wieder einen Cache lege, einen Regular oder Large auzulegen!

    Gruß, Svotti!

  2. West468 Says:

    Man kann auch Caches auslegen, die noch viel kleiner sind als ein typischer (Filmdosen-)Micro: Nano-Caches. Die Logbuchstreifen für so einen Cache kann man wohl am besten mit dem Reißwolf herstellen…😉
    Ein Beispiel für solch einen Cache, den ich gehoben habe:
    Marky’s Outpost Hannover.

  3. West468 Says:

    Das hier sind doch tolle Logbücher für Micro-Caches, die Kruemelmonster (nicht Krümelmonster) im Geoclub vorgestellt hat!
    Coloradoganz ganz viele.

    Ein solches befindet sich mittlerweile in meinem Münster-Hbf-Micro, da ich das Logbuch auf einem Münsteraner Grill-Event vom Hersteller bekam. Wo kann man die sonst noch bekommen? In manchen Caches als Tauschgegenstand.

  4. West468 Says:

    Eine IMHO überflüssige Umfrage, aber eine, die früher oder später zu erwarten war:
    Einführung der Cachegröße => NANO, ……sinnvoll?
    im blauen Forum.
    Meines Erachtens braucht es eigentlich keine zusätzliche Differenzierungsmöglichkeit zu den bekannten Größen micro, small, regular und large (bei OC zusätzlich auch „extrem groß“), zumal Nano-Caches auch nicht sehr stark verbreitet sind. Ich hätte aber auch kein Problem damit, sollte diese Kategorie tatsächlich eines Tages eingeführt werden. Allerdings lässt sich nano m. E. durchaus sinnvoll unter micro einordnen.

    Woher kriegt man eigentlich Nano-Cache-Behälter?
    Bei cachezone.de

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