Cachequantität: zu viel des Guten?

Mal ein paar beobachtete Zahlen (ich bin gespannt, wie das in einem Jahr aussieht):

  • Heute habe ich exakt 5000 Caches im 100 Meilen/160,9 km-Radius (um meine Home-Koordinaten).
  • Die Anzahl der aktiven Caches in Deutschland hat soeben die 16.000-er Marke überschritten; soweit ich weiß, tendiert die Gesamtzahl der deutschen Caches schon stark gegen 20.000. Damit hat sich die Zahl der aktiven Caches innerhalb des letzten Jahres mehr als verdoppelt, und ich hatte schon im Jahr 2004 das Gefühl, dass der Sport boomt…
  • Hannover soll das Gebiet mit der höchsten Cache-Dichte sein: die nächsten 20 Caches von einem zentral gelegenen Hannover-Cache aus befanden sich vor einigen Tagen innerhalb von weniger als 900 Metern; die nächsten 200 Caches waren innerhalb von nur 12 km zu finden.

Das sind ziemlich beeindruckende Zahlen – sicherlich ließen sich noch leicht weitere finden -, angesichts derer man sich die Frage stellen kann, ob in Deutschland nur noch reines Statistikcachen (bei dem der Sport dann nur noch darin besteht, die Fundzahlen hochzutreiben und man wiederholt dieselben Gegenden besucht, um den neuesten irgendwo dazwischengequetschten Cache zu heben) betrieben wird und die Locations kaum noch eine Rolle spielen.

Was mich angeht, halte ich die Cachedichte in Gegenden wie Berlin, Hamburg, Hannover oder Ruhrgebiet mittlerweile schon für übertrieben, aber zum Glück ist es ja nicht überall so extrem. Im Münsterland finde ich die Caches im Großen und Ganzen bisher recht gut verteilt. Aber selbst in Deutschland soll es ja noch „unterentwickelte“ Gegenden geben… vermutlich nicht mehr lange.
Ich wage nicht zu prognostizieren, wie viele aktive Caches es Anfang 2007 in Deutschland geben wird (40.000?), aber ein Ende des Booms ist jedenfalls nicht abzusehen…

4 Antworten to “Cachequantität: zu viel des Guten?”

  1. West468 Says:

    In diesem Zusammenhang eine aktuelle interessante Umfrage bzw. Diskussion, die familysearch im grünen Forum gestartet hat: Die 161-Meter-Abstandsregel für caches und waypoints.
    (Die 161 Meter entstammen diesem Passus der GC-Richtlinien: Cache Saturation.)

    Ich halte eine Abstandsregel heutzutage in jedem Fall für sinnvoll, und ich finde, dass 161 Meter recht knapp bemessen sind. Bisher habe ich beim Auslegen eigentlich immer versucht, wenigstens einen Kilometer Abstand zu bestehenden Caches einzuhalten…

  2. West468 Says:

    Zum Thema Abstandsregel siehe auch die Kommentare zu dem Artikel GC: Additional waypoints.

  3. West468 Says:

    Ich beobachte zur Zeit verstärkt, dass es bei vielen Versteckern offenbar Mode wird, nicht nur einen, sondern gleich X Caches gleichzeitig auszulegen. geoPirat z. B. kündigte neulich im blauen Forum nicht weniger als 40 neue Caches (Micros, *seufz*) an, die er auf einmal ausgelegt hatte!
    Mich nervt sowas. Das ist einfach nur Masse, und nicht mehr klasse/Klasse. Ich frage mich auch, wie man sowas logistisch hinkriegt… Baldowert man nach und nach alle möglichen Locations aus, legt an einem Tag alle aus, und sieht dann zu, dass alle Caches auf einmal eingestellt werden? Ist das erstrebenswert? Nach und nach neue auszulegen und direkt einzustellen halte ich jedenfalls für viel sinnvoller.

    Man hat manchmal wirklich den Eindruck, dass Leute dankbar für so etwas wie die Gotteshäuser-Serie sind, unter deren Deckmantel jede Kirche eines kleinen unbedeutenden Ortes vercacht werden kann. Die Punktecacher wird es freuen. Aber das ist nicht Sinn der Sache!😦 Es muss nicht unter jedem Baum und an jeder Kirche ein Cache liegen!
    Im Übrigen dient die Gotteshäuser-Serie, das sei noch einmal gesagt, für architektonisch herausragende oder historisch bedeutsame Gotteshäuser; das heißt nicht, das jede x-beliebige Kirche vercacht werden soll!

  4. West468 Says:

    Inzwischen ist mir auch klar geworden, warum gerade in kleinen Kaffs eine Häufung von ausgelegten Caches eines einzelnen Owners zu beobachten ist: Anscheinend ist die Befürchtung, dass sich bei nur einem neuen Cache die Anreise für viele Geocacher nicht lohnt. Also werden Serien kreiert, um Sucher anzulocken. Das ist in meinen Augen wieder ein typisches Sekundärmotiv beim Auslegen. Unschön!😦

    Andererseits: wenn man mehrere neue Orte kennt, die man mit einem Cache versehen will, ist es natürlich legitim und auch durchaus sinnvoll, die Caches zeitgleich einzustellen. Kaum etwas ist nerviger für einen Sucher, als jede Woche wieder nach Klein-Dosendorf zu fahren, weil an diesem ansonsten völlig unbedeutenden Fleckchen wieder ein neuer Cache von Team XY am Beginn der Nearest-Liste auftaucht. Wie viel ist dann noch das Motiv, anderen Geocachern schöne Gegenden näherzubringen, wert, wenn sie diese bereits mehrfach vorher aufgesucht haben? Alles schon erlebt…

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